Grußwort der Kölner Oberbürgermeisterin zum GDEKK-Jubiläum

10.09.2018

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat der GDEKK zu ihrem 20-jährigen Jubiläum gratuliert. Ihrer Überzeugung nach war die Gründung der GDEKK in den späten 1990er Jahren aus heutiger Sicht ein logischer Schritt, damals jedoch ein Novum. Lesen Sie das Grußwort der Oberbürgermeisterin hier im Original-Wortlaut.

 

Grußwort der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker zum 20-jährigen Jubiläum der GDEKK:

Vor 20 Jahren begann in Köln die Erfolgsgeschichte der Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag (GDEKK). In einem kleinen Büro, eingerichtet in einem ehemaligen Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Krankenhauses Köln-Holweide, nahm sie ihre Arbeit auf.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die grundlegenden Veränderungen im Bereich der Krankenhausfinanzierung längst begonnen. Von dem lange Zeit geltenden Selbstkostendeckungsprinzip, nach dem den Kliniken die ihnen entstandenen Kosten erstattet wurden, hatten Politik und Kostenträger Abstand genommen.

In den 1990er Jahren waren mehr als 40 Prozent der Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft. Die kommunalen Kliniken stellten in wirtschaftlicher Hinsicht eine einflussreiche Größe dar. Auch wenn Sachkosten im Krankenhaus nur etwa ein Fünftel der Gesamtkosten ausmachten, barg dieser Bereich Einsparpotential. Dies galt umso mehr, wenn viele Häuser sich zusammenschließen. Doch wichtig war dabei zum einen, die Besonderheiten bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben einzuhalten, zum anderen die Berücksichtigung des kommunalen Selbstverständnisses sowie Solidarität untereinander.

Aus heutiger Sicht war die Gründung der Einkaufsgemeinschaft ein logischer Schritt. Damals war es ein Novum. So bin ich stolz, dass „meine“ Kliniken der Stadt Köln zu den Gründungsmitgliedern gehörten.

Städtische Krankenhäuser sind heute nach wie vor ein wichtiger Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge. Für ihren dauerhaften Fortbestand ist wirtschaftlicher Erfolg unabdingbar. Die Einkaufsgemeinschaft unterstützt dabei und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Fortbestand kommunaler Krankenhäuser in Deutschland und damit zur Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger.

Daher danke ich allen, die zur Erfolgsgeschichte dieser Einkaufsgemeinschaft beigetragen haben. Zum Jubiläum gratuliere ich den Initiatoren, den Verantwortlichen und den Beschäftigten sehr herzlich und wünsche für die weitere Arbeit viel Erfolg.


Henriette Reker

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln